Ökologisch dämmen – optisch aufwerten: Hanfdämmung senkt Heizenergiebedarf und steigert Wohnkomfort

Gute Erfahrung mit Hanfdämmung und ihren Vorteilen: Wolfgang (rechts) und Moritz Hornikel. Foto: Caparol Farben Lacke Bautenschutz / akz-m

Ökologisch dämmen – optisch aufwerten: Hanfdämmung senkt Heizenergiebedarf und steigert Wohnkomfort

(akz-m) In Waldbronn, einem kleinen Ort im Nordschwarzwald, unweit von Karlsruhe, zieht ein in dunklem Anthrazit gestrichenes Haus die Blicke auf sich. Stuckateurmeister Wolfgang Hornikel ist Inhaber des gleichnamigen Maler- und Stuckateurbetriebes im Ort und hat das Haus für seinen Sohn renoviert: „Uns lag etwas daran, aus dem Haus ein stilbildendes Objekt zu machen. Das Haus ist Baujahr 1926. Wir mussten es von Grund auf sanieren“, berichtet der Handwerker. „Dabei kommen wir natürlich auch nicht um das Thema Wärmedämmung herum. Wir haben uns entschieden, die Fassade weitgehend mit Hanf zu dämmen.“

Natürliches Material

Hergestellt werden die Hanf-Dämmplatten von Caparol in Ober-Ramstadt bei Darmstadt. Hanf-Spezialist ist dort Volker Tank: „Hanf dämmt ebenso gut wie herkömmliche Materialien. Seine Werte, was den Schallschutz angeht, sind jedoch deutlich besser. Vor allem ist Hanf eine Kulturpflanze und damit ein natürliches Produkt. Sie wächst auf unseren Böden, benötigt keinen Dünger oder Pestizide, ist praktisch vollständig verwertbar und lässt sich biologisch wieder entsorgen.“

Das waren auch die Gründe, warum Wolfgang Hornikel das Material verwendet hat. Kein Wunder, das Haus liegt direkt an der Haupt-Durchgangsstraße im Ort. Für ihn bedient Hanf einen Trend, den er beobachtet. „Wir stellen viel auf Messen aus. Auf jeder Messe haben wir Besucher auf unserem Stand, die ein natürliches Material nachfragen. Die gleiche Situation finden wir auf Eigentümerversammlungen vor. Auch hier werde ich angesprochen, ob es nicht eine Alternative zum üblichen Dämmstoff gibt. Da sind die Bauherren auch gerne bereit, etwas mehr Geld dafür auszugeben.“