Ab 60 Jahren ist Grippeschutz besonders wichtig: Die Grippeimpfung muss jährlich erneuert werden

Das Leben unbeschwert genießen – die STIKO empfiehlt vor allem Menschen ab 60 Jahren die Grippeimpfung, um die Krankheit bzw. schwere Verläufe zu vermeiden. Foto: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH / Mike Kemp / gettyimages.com / akz-m

Ab 60 Jahren ist Grippeschutz besonders wichtig: Die Grippeimpfung muss jährlich erneuert werden

(akz-m) In den vergangenen beiden Jahren war die „echte“ Grippe kaum Thema in der Öffentlichkeit. Aber sie gibt es nach wie vor – und Fachleute erwarten sogar, dass die Zahl der Grippeinfektionen in dieser Saison deutlich ansteigen könnte. Australien, wo im Juni der Winter begann, erlebte bereits eine starke Grippewelle: ein mögliches Vorzeichen für die hiesige kalte Jahreszeit. Ein Grund kann die weitgehende Aufhebung von Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie sein, beispielsweise das Tragen einer Maske. Ohne diesen Schutz erhöht sich auch das Infektionsrisiko für Grippe.

Die saisonale Grippeimpfung kann vor einer Infektion schützen und damit schwerwiegende Folgen verhindern. Eine echte Grippe ist eine ernsthafte Erkrankung: Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine Lungenentzündung sind mögliche gesundheitliche Komplikationen.

Dies gilt besonders für Menschen ab 60 Jahren, deren Immunsystem altersbedingt schwächer arbeitet. Sie sind stärker als Jüngere gefährdet, einen schweren Verlauf zu erleiden. Außerdem dauert die Erholungsphase nach einer Erkrankung in vielen Fällen länger. Manchmal ist die Gesundheit dauerhaft geschwächt, darunter leidet die Lebensqualität. Für die Altersgruppe ab 60 Jahren wird die Grippeimpfung deshalb von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen. Die Kosten tragen die gesetzlichen Krankenkassen.

Grippeviren verändern sich häufig. So treten in jeder Saison veränderte Grippeviren auf. Wichtig ist es deshalb, den Grippeschutz jährlich zu erneuern. Der beste Zeitpunkt für eine Impfung ist von Oktober bis Mitte Dezember. Wer das nicht schafft, darf sicher sein: Auch eine spätere Impfung bis ins Frühjahr hinein ist wichtig und sinnvoll, denn meist rollt die Grippewelle erst nach dem Jahreswechsel richtig los.

Am besten melden sich Menschen ab 60 Jahren rechtzeitig in ihrer hausärztlichen Praxis, um einen Termin zu vereinbaren. Dort oder in der Apotheke wird man beraten, welche Grippeimpfung die STIKO ab 60 Jahren empfiehlt. Die Grippeimpfung ist zudem wichtig für Personen mit Grunderkrankungen sowie Menschen in Pflegeheimen. Bei der Grippeimpfung kann, wenn erforderlich, gleichzeitig der Impfschutz vor COVID-19 vervollständigt oder aufgefrischt werden. So kann man beiden schweren Erkrankungen vorbeugen und gut geschützt in den Winter gehen.