Umweltfreundlich und kostengünstig heizen

Mit effizienter Gas- und Ölbrennwerttechnik, Wärmepumpen, KWK-Systemen, aber auch Holz- und Pellet-Systemen kann man gegenüber früher genutzten Heizungsanlagen heute bis zu 30 Prozent Energie einsparen. Foto: Allianz Freie Wärme / BDH / TRD Energie und Umwelt / akz-m

Umweltfreundlich und kostengünstig heizen

(trd/akz-m) Rund 6 Millionen Haushalte werden hierzulande mit Fernwärme versorgt. Die Kunden gehen davon aus, Gutes für die Umwelt zu tun. Das Heizwasser für Haus und Wohnung stammt dabei nicht selten aus Kohlekraftwerken oder Müllverbrennungsanlagen, die teilweise im Eigentum von Städten und Gemeinden stehen und zugleich Strom erzeugen. Das ist teils politisch so gewünscht, doch für Bauherren und Verbraucher können dabei einige Nachteile entstehen, wenn es dabei keinen Wettbewerb gibt.

Während die Politik bei Strom und Gas in den vergangenen Jahren für immer mehr fairen Wettbewerb gesorgt hat, können es sich die Fernwärmeunternehmen in einem unregulierten Markt bequem machen, beklagen auch führende Verbraucherverbände.

Laut der Allianz Freie Wärme befinden sich die Verbraucher mit Fernwärmeverträgen oft über viele Jahre bei Preissteigerungen ohne Alternativen und Wechselmöglichkeiten in einer Kostenfalle. „Hausbesitzer, die dagegen ein modernes Heizungs-, Ofen- und Schornsteinsystem nutzen, haben die Option, die einzelnen Komponenten nach Bedarf effizient zu kombinieren, verschiedenste Angebote zu vergleichen sowie die Energieträger frei zu wählen – auch unter Einbindung erneuerbarer Energien“, sagt Johannes Kaindlstorfer, Sprecher der Allianz Freie Wärme (www.freie-waerme.de).

Noch 2008 bewegten sich nach Vergleichen des Abrechnungsunternehmens Techem die Verbrauchskosten zwischen Fernwärme und Heizöl oder Gas auf ähnlichem Niveau. Heute liegen sie in der Regel um mehr als 30 Prozent darüber. In anderen Branchen laufen Versorgungsverträge höchstens 24 Monate, bei Fernwärmeverträgen sind es oft 10 Jahre, verbunden mit längeren Kündigungsfristen. Den Wärmeliefervertrag zu kündigen und auf individuelle Heizungstechnik umzustellen ist oft kaum möglich. Bevor sich Immobilienbesitzer und Bauherren hinsichtlich der Wärmeerzeugung für viele Jahre an einen monopolistischen Versorger binden, sollten sie die Systeme eingehend miteinander vergleichen und ausgewiesene Fachleute wie etwa aus dem SHK-Fachhandwerk oder Energieberater heranziehen.