Mit Achtsamkeit den Alltag entschleunigen: Wer sich auf den Augenblick konzentriert, lebt gelassener

Foto: pixabay.com / Dörthe Huth / akz-m

Mit Achtsamkeit den Alltag entschleunigen: Wer sich auf den Augenblick konzentriert, lebt gelassener

(akz-m) Wenn Termine und dringende Aufgaben den Tagesablauf diktieren, geraten die eigenen Bedürfnisse schnell aus dem Blick. Wer allerdings längere Zeit ohne Erholungspausen auf Hochtouren arbeitet, überfordert sich: Die Gesundheit leidet, die Nerven liegen blank. Aber wie lässt sich dieser Entwicklung frühzeitig entgegenwirken? Schon wenige kurze, aber bewusste Auszeiten am Tag helfen dabei, den Alltag gelassener anzugehen und auf sich acht zu geben.

„Achtsam sein bedeutet, die ganze Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment zu richten, ohne ihn zu bewerten“, so Dörthe Huth, Coach und Heilpraktikerin (Psychotherapie). Das Gestern und Morgen auch nur für kurze Zeit auszublenden ist eine Herausforderung. Gerade wenn Multitasking und stete Erreichbarkeit gefordert sind, eilen wir der Gegenwart schon voraus. „Drücken Sie mal die Pause-Taste“, rät Dörthe Huth. „Wer Achtsamkeit praktiziert, erlebt innere Ruhe und Gelassenheit. Das Nervensystem kann sich erholen, das Bewusstsein wird geschärft und man reagiert weniger emotional.“

Innehalten und auftanken

Der Vorteil: „Achtsamkeit muss nicht zusätzlich zum anstrengenden Alltag geleistet werden. Sie ist eine Haltung, die das Leben erleichtert und zur Selbstfürsorge und damit zum Wohlbefinden beiträgt.“ In ihrem Buch „30 Minuten Achtsamkeit“ beschreibt Dörthe Huth an praktischen Beispielen, wie sich Achtsamkeit in den Tagesablauf integrieren lässt – selbst wenn die Zeit knapp ist. Die Autorin lädt die Leser dazu ein, die Fülle der Möglichkeiten auszuprobieren. „Wenn Sie zum Beispiel spüren, dass Ihre Konzentration nachlässt, können Sie mit einer kleinen Übung in zwei Minuten wieder neue Energie tanken. Öffnen Sie das Fenster, und atmen Sie tief durch. Lassen Sie bewusst einzelne Eindrücke auf sich wirken: Welcher Geruch kommt von draußen herein? Welche Geräusche dringen jetzt an Ihr Ohr? Spüren Sie den Luftzug auf Ihrer Haut? Welche Farbe bestimmt das Bild beim Blick nach draußen?“

Auch das bewusste Genießen des Mittagessens entspannt die überreizten Sinne. Es bietet die Gelegenheit, in sich hinein zu spüren und jeden ablenkenden Gedanken für eine Weile „vor die Tür zu schicken“. Mit diesen und vielen anderen Übungen aus dem Buch kann jeder lernen, sich auf den Moment zu fokussieren, die Konzentrationsfähigkeit zu trainieren und an Gelassenheit zu gewinnen. Weitere Informationen: www.doerthe-huth.de