Luft raus beim Onlineshopping: Warum es bald Grenzen für „Overpackaging“ geben wird

Maßgeschneiderte Verpackungen können einfacher recycelt werden. Foto: Rockaa / istockphoto.com / VDW / akz-m

Luft raus beim Onlineshopping: Warum es bald Grenzen für „Overpackaging“ geben wird

(akz-m) Kennen Sie das? Man bestellt etwas Kleines, etwa einen USB-Stick – und erhält manchmal trotzdem ein größeres Paket, bisweilen auch noch mit Luftpolstern oder Styropor aufgefüllt. Das verbraucht nicht nur unnötig viel Verpackungsmaterial, sondern raubt auch Platz in den Lieferketten. Das geht besser, findet nicht nur die Europäische Union. Mit der Verpackungsverordnung (PPWR) hat sie unter anderem für den Onlinehandel neue Vorgaben geschaffen und setzt klare Grenzen. Ab dem 01. Januar 2030 dürfen Versandverpackungen nur noch höchstens 50 Prozent Leerraum enthalten. Gemeinsam mit weiteren Neuerungen – beispielsweise der Erhöhung der Recyclingziele – soll die Verordnung neben übergeordneten Zielen wie Ressourcenschonung und Klimaschutz auch den Aufbau einer europäischen Kreislaufwirtschaft unterstützen. Die gute Nachricht: Für die Umsetzung kann sich der Handel auf die Beratungs- und Lösungskompetenz der Wellpappenindustrie verlassen, die bereits seit Jahrzehnten clevere und flexible Verpackungslösungen anbietet und neu entwickelt. Ein Blick auf den Status quo zeigt, was schon heute möglich ist.

Wellpappe bietet maximale Flexibilität

Mit der neuen Verordnung hat die EU ein positives Signal in den Markt gesendet, das die Bedeutung von anpassungsfähigen und sparsamen Verpackungen erhöhen wird. Bei Wellpappe können der Handel und andere verpackende Industrien schon heute auf eine breite Vielfalt vorhandener Lösungswege zählen, die zu noch flexibleren und ressourcenschonenderen Ergebnissen führen. So existieren beispielsweise wandlungsfähige Formate, die mit schnellen Zuschnitten auf das für die jeweilige Bestellung benötigte Volumen angepasst werden können. Aber auch maßgeschneiderte Verpackungen bietet der Markt. Alle optimal schützenden Lösungen eint dabei, dass von vornherein Transportweg, Größe und Empfindlichkeit des Produkts berücksichtigt werden – egal, ob USB-Stick, Wein oder Porzellan. Und weil selbst für komplexe Produktverpackungen kein Füllmaterial aus Kunststoff nötig ist, können Verbraucher*innen diese nach Gebrauch ruhigen Gewissens in die Altpapiersammlung geben und dem Recycling zuführen. Dass dies bei Wellpappe tatsächlich gelebte Praxis ist, beweist die hohe Recyclingquote von 95,3 Prozent. Mehr als 20-mal lassen sich die Papierfasern des Materials zudem recyceln – und können dann wieder zu neuen platzsparenden Verpackungen verarbeitet werden, die „Luftnummern“ vermeiden und Lieferketten effizienter laufen lassen.