Für die Zukunft gerüstet: Zeitgemäße Elektroinstallationen in Wohngebäuden

Bei einer umfänglichen energetischen Sanierung muss oftmals auch die elektrische Infrastruktur modernisiert werden. Foto: Gira / akz-m

Für die Zukunft gerüstet: Zeitgemäße Elektroinstallationen in Wohngebäuden

(akz-m) Die Elektroinstallation rückt immer mehr in den Fokus von Planern, Fachhandwerkern und Bauherren. Grund dafür sind u. a. die nationalen und europäischen Klimaschutzziele und die Vorgaben für energetische Sanierungen im Bestand. Wärmepumpe, Fotovoltaik-Anlage und Elektromobilität werden einen wesentlichen Beitrag leisten, um die CO₂-Emissionen in Bestandsgebäuden zu senken. Das setzt aber eine funktionstüchtige und sichere elektrische Infrastruktur voraus.

Alte Elektroinstallationen – ein unterschätztes Gefahrenrisiko

Viele elektrische Anlagen in deutschen Wohngebäuden erfüllen die notwendigen Anforderungen, um neue Technologien zu integrieren, aber nicht. Häufig stellen sie aufgrund von Alterung und Unterdimensionierung oder durch gefährliche Nachinstallationen von Laien sogar ein nicht zu unterschätzendes Gefahrenrisiko dar. Laut IFS Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung waren im Jahr 2021 rund ein Drittel aller Brände in Deutschland auf eine mangelhafte Elektroinstallation zurückzuführen. Somit stoßen bestehende Elektroinstallation in Bestandsgebäuden häufig heute schon an ihre Grenzen und neue Anwendungen wären ohne großen baulichen Aufwand nicht realisierbar.

Mit der Richtlinie RAL-RG 678 auf Nummer sicher gehen

Welche Anwendungen und Geräte werden künftig genutzt? Wie viele Stromkreise garantieren mir einen sicheren Betrieb? Wie viele Steckdosen und Beleuchtungsanschlüsse benötige ich in jedem Raum? Wo plane ich eventuell Reserven ein? Wer hier nicht sorgfältig plant, wird später mit kostenaufwendigen Nachbesserungen konfrontiert. Um Elektroinstallation vergleichbar zu machen und die Elektroplanung zu unterstützen, hat die HEA-Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V. die Richtlinie RAL-RG 678 erarbeitet und Ausstattungsstandards für die Elektroinstallation definiert. Neben Stromkreisen, Steckdosen und Beleuchtungsanschlüssen werden auch Anschlüsse für weitere Verbrauchsmittel wie zum Beispiel Waschmaschine, Durchlauferhitzer oder Elektrofahrzeug beschrieben. Bauherren und Sanierern wird daher empfohlen, die RAL-RG 678 zu nutzen, um elektrische Anlagen zukunftssicher zu planen und umzusetzen. Eine Festlegung auf die Richtlinie im Leistungsverzeichnis einer Ausschreibung oder bei der vertraglichen Vereinbarung mit dem Fachhandwerker schafft zudem Rechtssicherheit. Kurzinformation und eine Broschüre zum Download gibt es unter: www.hea.de