Tipps für die letzte Ruhestätte

Gemeinsam Abschied nehmen. Foto: Deutsche Friedhofsgesellschaft / akz-m

Tipps für die letzte Ruhestätte

(akz-m) Die Zahl derer, die im Alter jeden Cent zweimal umdrehen müssen, steigt inzwischen wieder an. Da ist es nicht verwunderlich, dass auch bei der Finanzierung der eigenen Beerdigung Geld zunehmend eine Rolle spielt. Es ist gerade für finanziell schwächer gestellte Angehörige besonders wichtig, sich frühzeitig einen Überblick über alle Kosten einer Beerdigung zu verschaffen, um nicht später in eine finanzielle Notlage zu geraten.

Schon beim „Grab-Kauf“, genauer gesagt dem Erwerb des zeitlich begrenzten Nutzungsrechtes fallen manchmal Kosten an, an die die Angehörigen gar nicht denken. So wird bereits mit der Wahl des Friedhofs über die wichtigste Kostenposition entschieden. Die Friedhofsgebühren, die die Gemeinden festlegen und bei denen es keine Quersubventionen gibt, steigen seit Jahren. Erhöhungen von mehr als 400 Prozent sind keine Seltenheit. Die Kosten sind regional aber sehr verschieden. Nach Einschätzung von Karl-Heinz Könsgen, Geschäftsführer der Deutschen Friedhofsgesellschaft, haben nahezu alle Kommunen erhebliche Probleme, Friedhöfe zu betreiben: „Vielerorts wurden die Friedhofsgebühren derart massiv erhöht, dass Menschen auf überregionale Friedhöfe ausweichen.“

Vergleichen lohnt sich

Manchmal ist ein Grab im nächsten Ort bereits mehrere hundert Euro günstiger. Das überregional günstigste Grab als Rasengrab inklusive Pflege gibt es bereits für einmalig 200 Euro ohne weitere Gebühren (www.deutschefriedhofsgesellschaft.de). Je nach Anbieter geht der Preis aber auch bis zum 10-fachen.

Bei manchen Friedhöfen fallen weitere Gebühren an: Etwa für die Kühlzelle und Aufbahrung; für spezielle Urnen für den Friedwald; für das Öffnen und Schließen des Grabes; für die Nutzung der Friedhofskapelle und Trauerhalle; für Sarg- oder Urnenträger; für die Kennzeichnung des Grabes; für Kosten der Grabpflege; für das Abräumen des Grabes. Hier können ganz schnell einige Hundert, wenn nicht Tausend Euro zusammenkommen.

Fazit

Achten Sie darauf, dass in einer einmaligen Zahlung alle Positionen abgedeckt sind, damit die Kosten überschaubar bleiben. Hierzu gehören auch mögliche Grabpflegekosten sowie die möglichen zuvor genannten weiteren Kosten. Überlegen Sie frühzeitig, ob Sie die Trauerhalle und Friedhofskapelle nutzen möchten. Vergleichen Sie und lassen Sie sich Zeit. Bei Urnen muss übrigens die Beisetzung nicht sofort erfolgen. So bietet zum Beispiel das Rhein-Taunus-Krematorium eine bis zu einem Jahr kostenfreie Aufbewahrung der Urne an.