Todesfallvorsorge für Familien: „Kinder können ihre Eltern vor finanziellen Belastungen schützen“

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Todesfallvorsorge für Familien: „Kinder können ihre Eltern vor finanziellen Belastungen schützen“

(akz-m) Die finanziellen und organisatorischen Folgen eines Todesfalls werden den meisten Menschen erst bewusst, wenn ein Familienmitglied schwer erkrankt oder verstirbt. Denn vorgesorgt haben für diesen Fall die wenigsten: Nur 11 Prozent der Deutschen haben laut einer Umfrage des Analyse- und Beratungshauses Assekurata Solutions eine Sterbegeldversicherung abgeschlossen. Warum es wichtig ist, auf den „Ernstfall“ vorbereitet zu sein, erklärt Walter Capellmann, Vorsorgeexperte der DELA Lebensversicherungen in Deutschland.

Herr Capellmann, was raten Sie Familien, wenn ein Angehöriger erkrankt?
Zunächst einmal sollten die Familienmitglieder ganz offen miteinander sprechen und zwar, bevor ein Angehöriger schwer erkrankt. Es ist wichtig, schon frühzeitig zu klären, was jemand sich für die eigene Bestattung wünscht und wie einmal die Kosten von durchschnittlich 7.300 Euro für eine Bestattung und Trauerfeier aufgebracht werden sollen.

Oftmals fällt es Eltern und Kindern schwer, offen über das Thema zu sprechen. Was raten Sie?
Was vielen Familien nicht bekannt ist: Wenn beispielsweise die Eltern nicht über dieses Thema sprechen wollen, können deren Kinder eine Sterbegeldversicherung für ihre Eltern abschließen. Auf diese Weise können sie sich und ihre Eltern vor den finanziellen Belastungen eines Trauerfalls schützen.

Welchen Schutz bietet eine Sterbegeldversicherung?
Der Schutz einer Sterbegeldversicherung beinhaltet die finanzielle Absicherung und auf Wunsch auch die organisatorische Unterstützung im Trauerfall. Je nach Leistungsumfang reicht diese von der Organisation der Trauerfeier bis hin zum Trauerredner. Auch eine Überführung aus dem Ausland ist über die Versicherung abgedeckt, wenn der Todesfall bei einem Auslandsaufenthalt eintritt.

Welche Vorkehrungen sollten Familien außerdem treffen?
In vielen Fällen fehlen wichtige Vorsorgedokumente wie eine Sorgerechtsverfügung, eine Vorsorgevollmacht oder eine Patientenverfügung. Diese Themen sollten jedoch mit Partner und Familie frühzeitig geklärt werden, um im Ernstfall Klarheit zu schaffen und Angehörige zu entlasten.

Können Sie dafür ein Beispiel geben?
Nach einem schweren Unfall kann der Arzt zwar davon ausgehen, dass der Patient möchte, dass seine Angehörigen informiert werden. Wenn aber der Betroffene nicht mehr selbst über seine Behandlung entscheiden kann, wird es schwierig. Ohne eine Patientenverfügung wissen Angehörige und Ärzte häufig nicht, wer entscheiden darf und welche Behandlungsmethoden gewünscht sind. In einer für die Angehörigen schwierigen emotionalen Situation ist es wichtig, Klarheit zu schaffen, damit der Patientenwille auch dann an erster Stelle steht.