„Bitte nicht ins Heim!“ Ein Wunsch, der neue Lösungen verlangt
(akz-m) Die Eigenanteile für Bewohner von Altenheimen wachsen ständig. Gleichzeitig wünschen sich die meisten älteren Menschen etwas ganz anderes: „Bitte nicht ins Heim!“ Kaum ein Satz bringt die Sorgen älterer Menschen so treffend auf den Punkt. Wenn der Alltag beschwerlicher wird, wünschen sich die meisten aber trotzdem zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben. Doch genau dieser Wunsch stellt viele Familien und berufstätige Angehörige vor eine Herausforderung.
Neue Wege für ein selbstbestimmtes Alter
Im Mittelpunkt der Diskussion über die Zukunft der Altenhilfe stehen Pflegeheime, Pflegekräfte und die Finanzierung der Pflege. Tatsächlich leben jedoch mehr als 80 Prozent der pflegebedürftigen Menschen zu Hause. Viele von ihnen benötigen zunächst gar keine umfassende Pflege, sondern jemanden, der Zeit hat, begleitet, organisiert, zuhört und dafür sorgt, dass der Alltag gelingt. Zwischen vollständiger Selbstständigkeit und professioneller Pflege klafft eine Versorgungslücke – und genau dort wächst der Bedarf.
Seniorenassistenz kann diese Versorgungslücke schließen
Eine mögliche Antwort darauf ist die professionelle Senioren-Assistenz. Sie versteht sich nicht als Ersatz für Pflegedienste, sondern als individuelle Alltagsbegleitung. Sie orientiert sich nicht an starren Leistungskatalogen, sondern an den Bedürfnissen der Menschen. Es geht nicht allein darum, den Alltag zu bewältigen, sondern darum, Lebensqualität, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe möglichst lange zu erhalten. Bei ständige steigendem Eigenanteil für einen Platz im Pflegeheim, der bereits heute bei rund 3.400 Euro monatlich liegt, kann die Seniorenassistenz zusätzlich auch eine bezahlbare Alternative darstellen.
Wer kommt eigentlich ins Haus?
Für Angehörige stellt sich dabei vor allem eine Vertrauensfrage: Wer begleitet Mutter oder Vater? Seit 20 Jahren bildet die Büchmann Seminare KG nach dem Plöner Modell an vier Seminarorten in Deutschland (in Kiel, Hamburg, Berlin und Nürnberg) lebenserfahrene Menschen gezielt für die qualifizierte Senioren-Assistenz aus. Die 120-stündige Ausbildung vermittelt unter anderem Wissen über Altersprozesse, Kommunikation, Demenz, rechtliche Grundlagen sowie den professionellen Umgang mit älteren Menschen. Gleichzeitig werden die Teilnehmenden auf eine selbstständige Tätigkeit vorbereitet und nach Seminarabschluss bei der Vermittlung unterstützt. Einen guten Eindruck vom Berufsbild bieten das Ausbildungsportal www.senioren-assistentin.de und die monatlichen Online-Infoabende über Zoom, erklärt die Gründerin Ute Büchmann.