Impfschutz bei Fernreisen: Abi in der Tasche und los!

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Impfschutz bei Fernreisen: Abi in der Tasche und los!

(akz-m) Die Welt steht Abiturienten und Studierenden wieder offen. Nach zwei Jahren voller Corona-Einschränkungen locken Ziele von Buenos Aires bis Singapur zu Urlaub, Praktika und sozialer Arbeit. Damit der Aufenthalt am Traumziel nicht in der Klinik endet, sollten Reisende einige Vorbereitungen treffen – und sich frühzeitig um nötige Impfungen kümmern.

„Bestimmte Erreger kommen häufiger oder nur in Afrika, Asien und Südamerika vor“, sagt Karl-Heinz Herbinger, Professor für Tropen- und Reisemedizin an der Ludwig-Maximilians-Uni München. So besteht z.B. für große Teile Südamerikas und Afrikas südlich der Sahara die Gefahr von Gelbfieber, einer potenziell tödlichen Erkrankung, die von Viren verursacht wird. Gelbfieber-Viren werden über Mückenstiche auf den Menschen übertragen. Über 120 Länder, besonders jene in den Tropen und Subtropen, verlangen eine Impfung gegen Gelbfieber.

Auf Mückenschutz achten

Mückenschutz sei gerade in tropischen und subtropischen Ländern ein zentrales Thema. „Stechmücken können eine ganze Reihe von Erregern übertragen, die in der Lage sind, Krankheiten wie etwa Malaria, Dengue- oder Zika-Fieber auszulösen“, so der Experte. Wichtig sei es daher, nackte Haut alle zwei bis vier Stunden mit Insektenschutzmittel zu benetzen. Besucher dieser Regionen sollten zunächst Sonnenschutz auftragen und eine halbe Stunde lang einziehen zu lassen, bevor sie sich mit Insektenspray einsprühen. „Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Schutzfilm nicht richtig auf der Haut haftet.“

Meningokokken: Infektion per Tröpfchen

Krankmachende Bakterien können auch durch Tröpfcheninfektion weitergegeben werden, etwa Meningokokken. Einmal eingeatmet, können diese Bakterien von der Nasenschleimhaut, wenn diese verletzt ist, über die Riechnerven oder über den Blutkreislauf ins Gehirn gelangen und dort eine Meningitis (Hirnhautentzündung) auslösen. Befinden sich die Bakterien im Blut, spricht man von einer Blutvergiftung. Ein erhöhtes Risiko besteht im „Meningitis-Gürtel“ südlich der Sahara. „Wer den afrikanischen Kontinent betritt, sollte eine Mehrfach-Meningokokken-Impfung haben“, sagt der Reisemediziner.

Prof. Herbinger empfiehlt dringend, sich vor einer Fernreise beim Hausarzt oder bei einem Reisemediziner zu Impfungen beraten zu lassen. Auch nach der Rückkehr sollten Reisende wachsam sein und auf Symptome wie etwa Fieber achten. „Denn manche Infektionen verursachen erst später Beschwerden.“ Infos zu Reiseimpfungen: www.crm.de/globus