Sicherheit ahoi: Regelmäßiger Check-up der Flüssiggasanlagen auf Freizeitbooten

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Sicherheit ahoi: Regelmäßiger Check-up der Flüssiggasanlagen auf Freizeitbooten

(akz-m) An Bord vieler Boote, Sportboote und Yachten sorgen Flüssiggas-Anlagen dafür, dass Freizeit-Kapitäne kochen und heizen können. Für einen dauerhaft sicheren Betrieb der Anlage gilt es, einige wichtige Faustregeln zu beachten, wie der Deutsche Verband Flüssiggas e. V. (DVFG) erläutert.

Zustand der Komponenten gerade bei häufiger Nutzung im Auge behalten

COVID-19 sorgt weiterhin für Einschränkungen und Unsicherheiten bei der Urlaubsplanung. Bootsbesitzer können sich jetzt besonders glücklich schätzen und nach Belieben kurze Erholungstrips auf dem Wasser genießen. Doch gerade wenn das Boot und damit auch die Flüssiggas-Anlage an Bord häufiger zum Einsatz kommen, sind die Eigentümer beziehungsweise Halter verpflichtet, den Zustand der installierten Komponenten entsprechend sorgfältig im Blick zu haben. Zum einen existiert eine feste Austauschfrist für Gasschlauch und Druckregler: Spätestens nach sechs Jahren ist Ersatz fällig, so der DVFG. Zum anderen müssen die Bestandteile jedoch unabhängig von der Austauschfrist regelmäßig in Augenschein genommen werden. Denn wenn einzelne Komponenten beschädigt sind, also etwa eine Schlauchleitung Risse aufweist, müssen diese sofort ausgetauscht werden. Da Risse nicht immer mit dem bloßen Auge erkennbar sind, empfehlen sich sogenannte Lecksuchsprays. Damit lassen sich sowohl Schläuche als auch Gewinde besonders einfach auf ihre Dichtigkeit hin testen.

Eine Überprüfung der Gasanlage ist Pflicht

Zusätzliche Sicherheit bringt die Regelung, dass Gasanlagen auf Booten, Sportbooten und Yachten spätestens alle zwei Jahre von einem sogenannten G 608-Sachkundigen geprüft werden müssen. Nach bestandenem Check-up erhalten Hobby-Kapitäne die für den Betrieb der Anlage erforderliche Prüfplakette und -bescheinigung. Für Neubesitzer von Booten ist es dabei wichtig zu wissen: Auch vor einer ersten Inbetriebnahme ist eine Prüfung durch einen Sachkundigen nach G 608 notwendig – es sei denn, dem Boot lag beim Kauf bereits eine Bescheinigung bei, die die Übereinstimmung der Anlage mit den Anforderungen der DIN EN ISO 10239 bestätigt. Ebenfalls notwendig wird die G 608-Prüfung vor Ablauf der zwei vorgeschriebenen Jahre, wenn an der Flüssiggas-Anlage etwas umgebaut wurde. Qualifizierte Experten in der Nähe finden Bootseigentümer mit einem Klick unter www.gaspruefung-boote-yachten.de.