Zecken-Alarm im Stadtpark: An Vorsorge denken!

Nach dem Aufenthalt im Grünen sollte man sich gründlich auf Zecken absuchen. Foto: Pfizer / www.zecken.de / akz-m

Zecken-Alarm im Stadtpark: An Vorsorge denken!

(akz-m) Zecken gibt es nicht nur auf dem Land – auch im städtischen Grün sind die gefährlichen Parasiten inzwischen aktiv. Neben Spielplätzen und Biergärten mit Grünflächen lauern die kleinen Blutsauger auch in Stadtparks, wie eine bundesweite Erhebung nun belegt. Die richtige Vorsorge ist wichtig, denn die Parasiten können gefährliche Krankheitserreger wie die Viren der Frühsommer-Meningoenzephalitis (kurz FSME) übertragen. FSME ist eine Erkrankung der Hirnhäute und des zentralen Nervensystems. Sie ist nicht mit Medikamenten heilbar und kann in Einzelfällen sogar tödlich verlaufen. Durch Impfen kann man sich jedoch schützen.

FSME-Impfschutz auch kurzfristig möglich

Da beim Stich einer infizierten Zecke das FSME-Virus sofort übertragen werden kann, beugt das schnelle Entfernen des Parasiten einer FSME-Infektion nicht vor. Die FSME-Impfung bietet den besten Schutz. „Wer für die aktuelle Zeckensaison noch einen Impfschutz benötigt, kann ein schnelles Impfschema nutzen“, erklärt Zeckenexperte Prof. (a. D.) Dr. Jochen Süss. „Am besten lässt man sich vom Arzt bzw. von der Ärztin zu dieser sogenannten Schnellimmunisierung beraten.“ So kann innerhalb weniger Wochen ein FSME-Impfschutz aufgebaut werden – auch kurzfristig vor einem Urlaub oder Ausflug.

Auch in Nord- und Ostdeutschland steigt das FSME-Risiko

Die STIKO empfiehlt die FSME-Impfung für Menschen in FSME-Risikogebieten, die mit Zecken in Berührung kommen können. Das Robert Koch-Institut weist mittlerweile mehr als 40 Prozent aller deutschen Stadt- und Landkreise als FSME-Risikogebiete aus. Diese Gebiete liegen vor allem in Süd- und Mitteldeutschland, doch sie weiten sich auch zunehmend in Richtung Norden und Osten aus. Allein in diesem Jahr sind sechs neue Kreise in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen hinzugekommen. Auch in vielen beliebten Urlaubsgebieten wie zum Beispiel im Bayerischen Wald oder in der Sächsischen Schweiz ist das FSME-Risiko erhöht. Das zeigt, wie wichtig Vorsorge ist.

Zeckenvorsorge ist unerlässlich

Da Zecken neben FSME-Viren noch weitere Krankheitserreger übertragen können, sollte man Zeckenstichen, so gut es geht, vorbeugen. Hierfür empfehlen sich das Tragen langer Kleidung, das Einsprühen mit Anti-Zeckenspray und das gründliche Absuchen des eigenen Körpers nach jedem Aufenthalt im Grünen. So lässt sich die Zeit im Grünen, wie z. B. im Stadtpark unbeschwert genießen.