Durchfall, Blähungen, Krämpfe? Darmbarriere prüfen lassen!

Von links nach rechts: Prof. Timo Rath, Erlangen, Prof. Jörg-Dieter Schulzke, Berlin, Dr. Nicole Steenfatt, Bad Oeynhausen, Prof. Martin Storr, Starnberg, Prof. Jost Langhorst, Bamberg, Prof. Ahmed Madisch, Frankfurt. Foto: akz-m

Durchfall, Blähungen, Krämpfe? Darmbarriere prüfen lassen!

(akz-m) Die undichte Darmbarriere (auch bekannt als „Leaky Gut“) rückt aktuell immer mehr in den Fokus der Wissenschaft und wird auch bei der Therapie zahlreicher Erkrankungen zunehmend berücksichtigt. Im März dieses Jahres diskutierten daher sechs Magen-Darm-Spezialist:innen in Frankfurt die aktuelle Bedeutung der Darmbarriere (s. Abb.) sowie diagnostische und therapeutische Möglichkeiten.

Dabei waren sich die Expert:innen einig: Heutzutage spielt die undichte/instabile Darmbarriere eine wichtige Rolle bei vielen Darmerkrankungen wie dem Reizdarmsyndrom, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) oder Nahrungsmittelallergien, aber auch Erkrankungen außerhalb des Darms wie Migräne oder entzündliche Hautkrankheiten können damit zusammenhängen. Daher hat eine ärztlich festgestellte Darmbarriere-Störung auch Auswirkungen auf die Therapie der jeweils vorliegenden Grunderkrankung. Bei Krankheiten mit Darmbarriere-Störungen werden oft verschiedene Therapieansätze kombiniert, wie z. B. Ernährungs- und Stressmanagement, Modulierung des Darmmikrobioms (auch Darmflora genannt) sowie bei Durchfall, Blähungen und Darmkrämpfen darmstabilisierende und gleichzeitig symptomlindernde pflanzliche Arzneimittel mit Myrrhe.

Die Darmwand ermöglicht unserem Körper die Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme aus dem Darminhalt, muss aber auch das Eindringen von gefährlichen Bakterien verhindern. Verschiedene Bakterien, Medikamente, Alkohol oder Nikotin können die Darmbarriere schädigen und so ihre Durchlässigkeit erhöhen. Bei einer gestörten Funktion der Darmbarriere besteht das Risiko, dass nicht alle Nährstoffe in der gewohnten Weise vom Körper aufgenommen werden können. Außerdem können schädigende Stoffe oder Mikroorganismen in tiefere Darmabschnitte oder den Blutkreislauf vordringen und verschiedene Symptome auslösen.

 

Immer die Beschwerden behandeln, nicht das „Leaky Gut“!

 

„Die Behandlung richtet sich aktuell in erster Linie nach den Beschwerden der jeweils vorliegenden Erkrankung“, erklärten die Expert:innen bei ihrem Treffen in Frankfurt. Dabei solle den Patient:innen klar gesagt werden: „Eine instabile Darmbarriere ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern als möglicher Mitauslöser von Erkrankungen zu sehen.“ Da eine erhöhte Durchlässigkeit aber durchaus auch Beschwerden wie z. B. Durchfälle verursachen könne, sei bei einer erkannten Schädigung eine Stabilisierung der Darmbarriere anzustreben. Dies kann z. B. durch den Einsatz einer Pflanzenarznei mit Myrrhe erreicht werden, die seit mehr als 60 Jahren erfolgreich zur unterstützenden Behandlung von Durchfall, Blähungen und Darmkrämpfen eingesetzt wird.

 

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Foto: akz-o