Gute Nacht Wadenkrampf! Schmerzhafte nächtliche Wadenkrämpfe – was tun?

Foto: Cassella-med GmbH & Co. KG / akz-m

Gute Nacht Wadenkrampf! Schmerzhafte nächtliche Wadenkrämpfe – was tun?

(akz-m) Rund 2,8 Millionen Menschen leiden unter schmerzhaften nächtlichen Wadenkrämpfen, laut einer Potenzialanalyse der GfK. Meist kommen die Schmerzen unvermittelt. Krampfartig zieht sich die Muskulatur oft über Minuten und mit hoher Intensität zusammen. Manche bemerken eher leichte Beschwerden, bei anderen dauern sehr schmerzhafte Muskelkontraktionen über mehrere Stunden an. In vielen Fällen lässt sich keine zugrunde liegende Ursache für die Krämpfe identifizieren. Für die Betroffenen wird die Nacht oft zur Qual. Sie werden immer wieder aus dem Schlaf gerissen und wachen morgens wie gerädert auf. Die Folgen reichen von Schmerzen bis in den Tag hinein bis hin zu Muskelfaserrissen und können damit zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität führen. Zudem leiden Betroffene darunter, dass ihr Umfeld die Erkrankung häufig verharmlost. Dadurch entstehen Gefühle von Isolation und Frustration und der Arztbesuch wird oft unnötig hinausgezögert. Viele versuchen, über Selbstmedikation die Krämpfe in den Griff zu bekommen. Hierbei zählt die Einnahme von Magnesium zwar zu den häufig empfohlenen Maßnahmen, eine Linderung wird allerdings nur dann erzielt, wenn tatsächlich ein erheblicher Magnesiummangel für die Krämpfe verantwortlich ist. Dieser liegt jedoch bei nur rund 10 % der Bevölkerung vor.

Patienteninitiative bietet Service für Betroffene

Häufig ist den Betroffenen gar nicht klar, dass weitergehende ärztliche Untersuchungen mögliche Ursachen abklären können. Zudem gibt es effektive Behandlungsmöglichkeiten, die einen Ausweg aus dem Leiden eröffnen. Die Patienteninitiative „Gute Nacht Wadenkrampf“ möchte den Betroffenen Mut machen. Auf der Website www.gute-nacht-wadenkrampf.de gibt es umfassende Informationen, Serviceangebote und Patientenbroschüren zum Download.

Neuer Online-Selbsttest schafft mehr Klarheit

Ein neuer Online-Selbsttest hilft dabei, die eigenen Beschwerden besser einzuschätzen. Außerdem können Betroffene mögliche Ursachen identifizieren und erhalten Hintergrundinformationen zum Krankheitsbild. Die Website umfasst auch Videos mit speziell von Experten für dieses Krankheitsbild entwickelte Dehnübungen. Hilfreich sind auch Checklisten zur guten Vorbereitung eines Arztgesprächs sowie ein Schmerztagebuch zur Dokumentation der Wadenkrämpfe.