Schattiger Garten und trotzdem üppig: Kein Problem mit den richtigen Pflanzen

Mit ihrem wunderschönen Farbspektrum bereichern Hortensien auch schattige Gärten. Foto: Marina Andrejchenko / stock.adobe.com / akz-m

Schattiger Garten und trotzdem üppig: Kein Problem mit den richtigen Pflanzen

(akz-m) Dunkle trostlose Ecken unter Bäumen und an versteckten Plätzen müssen nicht sein. Viele Sträucher und Gewächse kommen ohne viel Licht aus und beeindrucken trotzdem durch satte Farben. Sie tragen so fantasievolle Namen wie Purpurglöckchen, Lungenkraut oder kommen schlicht als Gemeiner Efeu daher – mit ihren farbenfrohen Blüten oder dichten Blätterteppichen gedeihen sie auch an dunkleren Standorten im Garten. In einem breiten Spektrum von Rot-Blau-Tönen gedeiht die unkomplizierte Bauernhortensie.

Auch manche Hecke steht ein wenig abseits von hellen Plätzchen. Ideal ist hier beispielsweise die rot blühende Berberitze mit immergrünem Blattwerk. Perfektes Schattengewächs ist zudem der japanische Ysander. Er gedeiht vor allem auf lockeren, gut feuchten Boden. Unter Gehölzen wie Flieder oder Kiefer wächst der blaublütige Steinsame gut.

In Schattenlagen unter Bäumen beanspruchen oft die Wurzeln einen großen Teil des Bodenvolumens. Trocken, sauer und dunkel ist der Boden unter Nadelgehölzen. Wer hier mit Kompost oder Rindenmulch den Boden aufwertet, erleichtert den Schattenpflanzen das Gedeihen. Gartenfreunde mit Vorliebe für einen dichten Bodenteppich sollten auf die Anzahl der Jungpflanzen achten. Die Arten breiten sich unterschiedlich schnell aus. Pro Quadratmeter werden beispielsweise drei Pflanzen des robusten Rauling gebraucht, beim Balkan-Storchnessel sollten sieben bereitstehen.

Viele Pflanzen lieben Schatten

Das Spektrum schattenliebender Pflanzen ist groß. Welches Gewächs sich wo und wann von seiner besten Seite zeigt, wissen professionelle Berater in den Baumschulen vor Ort (www.gruen-ist-leben.de). Auch Gartenanfänger werden sich mit den richtigen Tipps an einem prächtigen Garten erfreuen.

Auch so manche Obstsorte kommt mit wenig Licht aus. Dazu zählen Johannisbeere, Himbeere und Brombeere. Wahre Schönheiten sind oft zurückhaltend und scheuen das Rampenlicht – so wie das wunderschöne Tränende Herz oder die eindrucksvolle Waldlilie mit ihren wie von Künstlerhand gezeichneten weißen Blüten. Auch wenn an schattigen Plätzen der Boden nicht so schnell austrocknet, brauchen die Pflanzen immer wieder etwas Wasser. Deshalb bitte auch die bescheidenen Schattenpflanzen immer mal wieder mit der Gießkanne oder dem Wasserschlauch besuchen.