Vorsicht mit der Sonne!

Scheinbar harmlose Veränderungen der Haut können ein Warnzeichen für aktinische Keratose sein. Foto: pixabay.com / akz-m

Vorsicht mit der Sonne!

(akz-m) Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür. Das Laub färbt sich herbstlich bunt und die kühle Luft erfrischt bei einem Spaziergang durch die Natur.

Bei schönem Wetter genießen alle, dass sie raus können. Nicht mehr eingesperrt sein in seinen vier Wänden. Endlich etwas frei sein von Sorgen und Stress. Doch auch wenn es nicht so erscheint, ob im Herbst oder Winter, ob Blättermeer oder Schneedecke, die Sonne ist immer noch sehr stark.

Daher sollte man auf einen Punkt unbedingt achten, egal wo man gerade den Sonnenschein genießt: Intensives Sonnenlicht auf der Haut fühlt sich zwar toll an, aber ohne ausreichenden Schutz oder im Übermaß genossen kann es gravierende Spätfolgen haben. Dabei macht es keinen Unterschied, wo man sich den Sonnenbrand holt. Denn unsere Haut vergisst nichts.

Warnzeichen der Haut

Einige krankhafte Veränderungen, etwa frühe, aktinische Keratosen genannte Hautkrebsformen, zeigen sich meist erst in den mittleren Lebensjahren, nach Jahrzehnten oft ungeschützter Sonneneinstrahlung. Scheinbar harmlos fallen sie zuerst kaum auf: raue oder krustige Hautstellen, die sich anfühlen wie Sandpapier. Die Farbe variiert von hautfarben über gelblich bis rötlich. Besonders betroffen sind Hautbereiche, die häufig mit UV-Strahlen in Kontakt kommen – zum Beispiel Gesicht, Kopfhaut, Unterarme oder Dekolleté. Oft werden sie mit harmlosen Hautirritationen verwechselt.

Wichtig ist, dass aktinische Keratosen frühzeitig erkannt und wirksam behandelt werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sie sich zum sehr viel gefährlicheren Plattenepithelkarzinom weiterentwickeln. Zur Therapie stehen verschiedene Methoden zur Verfügung wie die Vereisung, das Abtragen mit einem Laser und die Behandlung mit Licht (Photodynamische Therapie, PDT), die auch für großflächige Hautareale infrage kommt.

Mit Licht gegen Hautkrebsvorstufe

Bei der PDT wird zunächst ein Medikament auf die Haut aufgetragen, welches die geschädigten Zellen lichtempfindlich macht („photosensibilisiert“). Durch die Belichtung mit Tageslicht oder einer künstlichen Lichtquelle bilden sich spezielle Sauerstoffmoleküle, die die kranken Zellen zerstören. Die abgestorbenen Zellen werden vom Körper abgebaut. Die Haut regeneriert sich in kurzer Zeit.

Menschen, die auffällige Hautstellen bemerken, sollten ihren Hautarzt um Rat fragen. Zur Vorbeugung von Hautschäden nutzt man am besten auch im Herbst- und Winterurlaub Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor – damit von den sonnigen Tagen auch Jahre später nur traumhafte Erinnerungen bleiben.