Nackenschmerzen: Das richtige Kissen hilft

Foto: Werkmeister / akz-m

Nackenschmerzen: Das richtige Kissen hilft

(akz-m) Leiden Sie morgens oftmals an Verspannungen im Hals- und Nackenbereich? Wenn ja, dann sollten Sie schnellstens Ihr Kopfkissen wechseln. Denn wer in der Nacht das falsche Modell nutzt, provoziert Fehlhaltungen, die wiederum zu Verspannungen und Nackenschmerzen führen. Erfahrungen aus dem Bettenfachhandel zeigen, dass ein Kissenwechsel bei rund der Hälfte der Kunden zu einer deutlichen Schmerzlinderung und sogar zur Schmerzfreiheit führt.

Darauf müssen Sie bei der Auswahl des richtigen Kissens achten: Schlaflage: Rückenschläfer sollten eher flache Kissen, Seitenschläfer mittlere bis hohe Kissen nutzen. Da die meisten Menschen die Schlafhaltungen wechseln, ist zudem die Abstimmung zwischen Kissen und Matratze sehr wichtig. Bei der Bauchlage sind eher flachere Kissen mit verformbaren Füllungen zu empfehlen.

Nackenlänge und Nackentiefe: Je länger der Hals, desto langgezogener darf auch die Nackenwulst bzw. Nackenstütze im Kissen sein. Je stärker die Nackentiefe, desto stärker darf auch die Wulst bzw. die Unterstützung im Nacken sein. Dies ist vor allem für Rückenschläfer wichtig.

Schulterbreite: Je schmaler die Schulterbreite, desto niedriger das Kissen. Das gilt besonders für Seitenschläfer. Die Schulterbreite muss aber immer im Zusammenspiel mit der Matratzenfestigkeit und dem Lattenrost gesehen werden. Grundsätzlich gilt hier: Je härter die Matratze, desto höher das Kissen.

Generell gilt für alle Kissen: Sie müssen eine schmerzhafte Dehnung der Hals- und Nackenmuskulatur verhindern, indem sie den Nacken stützen und die Halswirbel entlasten. Vor allem bei Seitenschläfern sorgt das Kissen zudem dafür, dass die Halswirbelsäule nicht abknickt. Auch Kopfschmerzen können unter Umständen durch das richtige Kissen vermieden werden.

Das bedeutet: Welches Kissen das jeweils richtige ist, muss individuell entschieden werden. Neben den oben genannten Kriterien spielen z. B. auch das Schwitzverhalten und persönliche Vorlieben eine Rolle. Vor diesem Hintergrund empfiehlt es sich, eine entsprechende Beratung in einem Bettenfachgeschäft in Anspruch zu nehmen. Zur exakten Bedarfsanalyse kommt dort mitunter ein eigens entwickeltes Mess-System zum Einsatz, wie es auch bei Matratzen zur Liegeanalyse verwendet wird. Das Risiko von Fehlkäufen sinkt damit praktisch auf Null.

Die gebräuchlichsten Füllmaterialien von Kissen sind Federn/Daunen, Funktionsfasern, Latex und hochwertiger Schaumstoff. Die beiden Letzteren haben häufig einen abnehmbaren Bezug, der gesondert gewaschen werden kann. Die Füllmenge kann bei losen Füllungen wie Daunen, Federn oder Watte ganz individuell angepasst werden. Diese Kissen sind besonders für Menschen geeignet, welche das Kissen gerne „zusammenknuddeln“, um es sich besonders bequem zu machen.

Fazit: Das passende Kissen ist ohne Beratung kaum zu finden. Aus diesem Grund ist es wichtig, ein Kissen vor dem Kauf ausgiebig zu testen. Viele Bettenfachgeschäfte haben zudem Leihkissen, die man zuhause über mehrere Tage ausprobieren kann. Adressen von solchen Bettenhäusern findet man unter www.vdb-verband.org.