Von Ursachen bis zu Nebenwirkungen: Was Sie über Schmerzen wissen sollten

Foto: Kyowa Kirin GmbH / akz-m

Von Ursachen bis zu Nebenwirkungen: Was Sie über Schmerzen wissen sollten

(akz-m) Schmerzen sind unangenehm, aber meistens gut behandelbar. Ob Schnittverletzung, Kopf- oder Zahnweh – in vielen Fällen hilft es, die Wunde zu versorgen oder eventuell eine Schmerztablette einzunehmen. Meistens ist nach einer kurzen Zeit alles wieder vergessen. Wenn der Schmerz aber zum ständigen Begleiter und zur Belastung wird, schränkt er die Lebensqualität massiv ein und Betroffene leiden darunter. Dennoch: Das Schmerzempfinden erfüllt eine bedeutende Funktion im Körper. Es ist ein Warnsignal, wenn die Gesundheit in Gefahr ist und somit überlebenswichtig.

Grundsätzlich wird zwischen akuten und chronischen Schmerzen unterschieden. Akute Schmerzen treten plötzlich und an einer bestimmten Stelle auf, zum Beispiel bei einer Verletzung. Sobald die Ursache geheilt ist, können sie so schnell wieder verschwinden, wie sie entstanden sind. Für alle, die nicht warten möchten oder können, bis der Schmerz von selbst vergeht, können frei verkäufliche Schmerzmittel, beispielsweise mit den Wirkstoffen Ibuprofen oder Paracetamol, Linderung verschaffen. Manchmal bleiben Schmerzen aber über einen längeren Zeitpunkt bestehen: Wenn sie mindestens drei bis sechs Monate immer wiederkehren und anhalten, gelten sie als chronisch und können sich zu einer eigenständigen Erkrankung entwickeln.

Wenn Opioide zum Einsatz kommen

Sind die Beschwerden besonders stark, zum Beispiel bei chronischen Rücken- oder Rheumaschmerzen, und bleiben alle anderen Medikamente wirkungslos, kommen sogenannte Opioide zum Einsatz. Auch bei der Schmerzbehandlung von Tumoren gehören Opioide zur Standardtherapie. Darin enthalten: morphinhaltige Wirkstoffe, die genau dort wirken, wo Schmerzen wahrgenommen werden. Allerdings kann es auch bei bestimmungsgemäßer Einnahme zu schweren Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen kommen. Die häufigste Nebenwirkung von Opioiden ist allerdings eine Verstopfung (med: Obstipation), gegen die in der Regel zunächst Abführmittel (Laxanzien) verschrieben werden. Zeigt die Therapie mit Laxanzien keine Wirkung, verschreibt der behandelnde Arzt den Wirkstoff Naloxegol. Da dieser ausschließlich im Darm wirkt, wird die Schmerzlinderung durch die Opioide nicht beeinflusst. Infos dazu unter: www.verstopfung-durch-schmerzmittel.de. Wichtig: Treten Nebenwirkungen auf, sollten Betroffene umgehend mit ihrem Arzt sprechen und auf keinen Fall die Schmerzmittel eigenständig absetzen.