Gelenkschmerzen sind eine sehr häufige Begleiterscheinung der Wechseljahre. Foto: Victor69 / istockphoto.com / akz-m
Gelenkschmerzen: Das unterschätzte Wechseljahres-Symptom
(akz-m) Steife, geschwollene Knie, quälende Schmerzen in den Fingern, der Schulter oder im Rücken: Bei solchen Beschwerden denken betroffene Frauen eher an orthopädische Probleme als an die Wechseljahre. Dabei sind Gelenkschmerzen eine sehr häufige Begleiterscheinung der hormonellen Umstellung in der Lebensmitte: Leiden zu Beginn dieser Zeit noch vier von zehn Frauen unter Muskel- und Gelenkschmerzen, sind es in der Peri- und Postmenopause sechs von zehn, wie eine aktuelle kanadische Metastudie ergab.
Gelenkschutz durch Östrogen fällt weg
Ein entscheidender Faktor ist dabei der sinkende Östrogenspiegel. Denn das weibliche Hormon spielt eine schützende Rolle für die Gesundheit von Knochen und Gelenkknorpeln, reguliert Entzündungsreaktionen, hemmt die Zellalterung und beeinflusst die Schmerzweiterleitung. Fällt dieser Schutz weg, leiden nicht nur die Gelenke, sondern oft auch die Lebensqualität. Manchen betroffenen Frauen kann dann eine Hormonersatztherapie helfen, aber diese ist wegen möglicher Nebenwirkungen nicht immer ratsam oder gewünscht.
Lokale Schmerzbehandlung ist schonender
Zur Linderung von Gelenkschmerzen können auch gängige Schmerzmittel wie Ibuprofen oder ASS eingesetzt werden. Gerade bei länger andauernden Beschwerden ist es jedoch wichtig, auf ein möglichst geringes Risiko für Nebenwirkungen zu achten. Besonders niedrig ist dieses bei einer lokalen (topischen) Behandlung mit Gels oder Salben, zum Beispiel mit dem von Öko-Test als „sehr gut“ bewerteten doc Ibuprofen Schmerzgel. Denn bei äußerer Anwendung reichert sich der Wirkstoff vor allem in der Haut und dem darunter liegenden Gewebe, wie Muskeln und Gelenken an, gelangt aber nur in geringen Mengen ins Blut. Dadurch treten Studien zufolge bei vergleichbarer Wirksamkeit Magen-Darm-Probleme seltener auf als bei der Einnahme von Tabletten.
Mit Bewegung Gelenkschmerzen vorbeugen
Die Wechseljahre selbst lassen sich zwar nicht vermeiden, aber Frauen können den damit verbundenen Gelenkschmerzen aktiv vorbeugen – gute Tipps dazu gibt es unter www.doc-gegen-schmerzen.de. An erster Stelle steht dabei regelmäßige Bewegung, ideal sind gelenkschonende Sportarten wie Wandern, Radfahren oder Schwimmen. Bei der Ernährung sollten pflanzliche Öle tierischen Fetten vorgezogen werden, denn letztere enthalten reichlich entzündungsfördernde Arachidonsäure. Auch Übergewicht, Zigaretten und Alkohol schaden den Gelenken. Hier gilt die Devise: Weniger ist mehr. So bleibt die Freude an Bewegung auch in hormonell turbulenten Zeiten erhalten.