Zukunftsbäume: Neue Bäume braucht das Land

Amberbaum. Foto: Bund deutscher Baumschulen e.V. / pixabay.com / akz-m

Zukunftsbäume: Neue Bäume braucht das Land

(akz-m) Nichts bleibt, wie es ist, auch nicht im Garten und in der Pflanzenwelt. Heißere Sommer oder auch zugewanderte Schädlinge führen dazu, dass heimische Baumarten leiden. Immer mehr Arten aus dem südosteuropäischen Raum oder auch aus Amerika oder Asien erfreuen sich deshalb wachsender Beliebtheit.

Es gibt neue Arten, die eine hohe Widerstandskraft gegen Krankheiten aufweisen. Dazu zählt der aus Chile stammende Affenbaum mit seinen auffällig breiten Nadeln. Kaum empfindlich gegen Luftverschmutzung ist der Europäische Zürgelbaum, der bis zu 20 Meter hoch wird, ovale bis eiförmige Blätter und beerenförmige, rot-schwarze Steinfrüchte besitzt. Gut mit Trockenheit kommen der Trompetenbaum mit dekorativen herzförmigen Blättern oder der rotblättrige Spitzahorn zurecht.

Für bepflasterte Standorte, zum Beispiel in Dachgärten, eignet sich der schnell wachsende Falsche Christusdorn. Das aus den USA stammende Gewächs trägt auf seinem gefurchten, grauen Stamm bizarre Stacheln. Inzwischen gibt es auch dornenlose Sorten.

Die Qual der Wahl – Experten helfen bei der richtigen Entscheidung

Aufgrund des Klimawandels leiden viele gängige Baumarten immer stärker unter Hitzestress. Länger anhaltende Hitzeperioden, stark verdichteter Boden, Starkregenereignisse, mangelnder Wurzelraum, aber auch Krankheiten und Schädlinge führen dazu, dass sich Bäume in der Stadt an ihrem Standort nicht immer optimal entwickeln können. Zukunftsbäume sind Bäume, die besonders an die Bedürfnisse der Stadt der Zukunft angepasst sind: Sie zeichnen sich aus durch eine hohe Trockenstresstoleranz und Hitzeresistenz, aber auch Frosthärte und insgesamt eine geringe Anfälligkeit für Schädlinge und Krankheiten.

Welche Wünsche heimische und importierte Baumarten an Standort, Boden oder an ihre pflanzlichen Nachbarn haben, wissen Experten in den Baumschulen vor Ort. Wer rechtzeitig Rat einholt, hat lange Freude an seinen Pflanzungen.

Gut mit veränderten Klimabedingungen zurecht kommen auch die Hainbuche, die Silberlinde, Schwedische Mehlbeere oder der vom amerikanischen Kontinent stammende Amberbaum mit seiner schönen Herbstfärbung in Gelb- und Rottönen. Der Wärme liebende drei bis vier Meter hohe Großstrauch mit dem klingenden Namen „Strauch der Sieben Söhne des Himmels“ zieht Bienen magisch an. An einem Einzelplatz voller Sonne kommt das aus China stammende Gehölz am besten zur Geltung.

Zukunftsbäume sollen alte, heimische Baumarten nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen. In den letzten warmen Sommern haben sich beispielsweise der Feldahorn und die Elsbeere bewährt. Untersuchungen haben gezeigt, dass beispielsweise die Ulme lange unterschätzt wurde. Auch die Purpur-Erle hat sich als robust herausgestellt.