Der eigene Garten: Einladung, zu fühlen, zu hören und zu schmecken

Rosenwasser. Foto: Bund deutscher Baumschulen e.V. / pixabay.com / akz-m

Der eigene Garten: Einladung, zu fühlen, zu hören und zu schmecken

(akz-m) Ein eigener Garten gilt als ganz persönliche Oase zum Wohlfühlen. Wer aktuell nicht in die weite Welt aufbrechen möchte, reist vielleicht mit allen Sinnen durch das heimische Grün. Einfach einmal abschalten vom Treiben und Drängen des Alltags. Nur wohlfühlen oder auf Entdeckungstour gehen – zum Beispiel mit dem Tastsinn. Hierbei lassen sich Kiefernadeln, raue oder samtige Blätter ertasten, ledrige oder gefurchte Rinden erspüren. Der Wollige oder der Gefüllte Schneeball sind nicht nur eine Augenweide, sondern auch zarte Handschmeichler. Zum zarten Abtasten – dazu lädt auch der Korkflügelstrauch mit seinen kantigen, mit flügeligen Korkleisten besetzten Zweigen oder auch das Pfaffenhütchen mit seinen markanten roten Früchten ein.

Wer genau hinsehen kann, beherrscht sicher auch das genaue Hinhören. Ob in der gemütlichen Hängematte oder warm eingepackt auf der heimischen Gartenbank: Augen schließen, tief durchatmen und lauschen: Im Blätterwerk geht es mal leise oder lauter zu. Auch Gräser verzaubern das Ohr mit zartem Flirren. Expert:innen in den Baumschulen vor Ort informieren über Ziergräser wie Federgras, die buschig wachsende, rötlich-gelbe Miscanthus-Hecke oder die aus den USA stammende Auslese mit metallisch, blaugrün schimmernder Belaubung namens „Heavy Metal“. Fachliche Beratung lohnt sich – das richtige Gehölz am richtigen Platz schenkt dem Betrachter das ganze Jahr über sinnliche Momente.

Naschen, wohlfühlen und entspannen

Auch der Geschmackssinn kommt nicht zu kurz. Apfel, Kirsche oder Birne sind beliebt bei Groß und Klein. Wer nicht viel Platz hat, greift vielleicht zu den dekorativen Säulenpflanzen. An ihnen lässt sich im Vorbeigehen paradiesisch einfach naschen. Und nicht zu vergessen Gartenkräuter – Rosmarin, Schnittlauch, Salbei oder Zitronenmelisse. Einige Pflanzen weisen auch in den kalten Monaten aromatische Blätter oder Fruchtstände auf.

Ganz exquisit ist selbst gemachtes Rosenwasser. Hybriden aus den Rosengruppen von Rosa x centifolia oder Rosa x damascena eignen sich besonders dafür. Dazu 150 g Rosenblütenblätter vom weißen Blattansatz befreien und mit einem Liter siedendem Wasser übergießen und eine Stunde ziehen lassen. Genutzt wird es zum Verfeinern von Speisen oder als Pflegeprodukt für Haut und Haar. Ob selbst gemachter Sirup, Kompott oder Gelee – eine Vielzahl von Rezepten hilft auch Ungeübten dabei, Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten zu Köstlichkeiten zu verarbeiten.