Reise-Tipps für Lungenpatienten

Foto: Grifols Deutschland gmbh / akz-m

Reise-Tipps für Lungenpatienten

(akz-m) Der Körper entspannt, der Geist kommt zur Ruhe: Eine Reise gibt uns die Möglichkeit, Kraft für den stressigen Alltag zu tanken und erweitert unseren Horizont. Auch Menschen mit einer Lungenerkrankung müssen auf Urlaub fern der Heimat nicht verzichten. Wichtig ist, dass sie vorher mit ihrem Arzt Rücksprache halten.

Bei der Planung des Urlaubes spielen nicht nur der Gesundheitszustand des Patienten, sondern auch die Bedingungen am Zielort eine Rolle. Faktoren wie die Höhe über dem Meeresboden, Temperatur und Luftfeuchtigkeit können sich ebenso auf die Atmung auswirken wie ein erhöhter Schadstoffgehalt und Allergene in der Luft. Wanderfreunde sollten Ziele im Mittelgebirge ins Auge fassen. In höheren Lagen nehmen Luftdruck und Sauerstoffgehalt ab, was Beschwerden verursachen kann. Für einen Urlaub am Meer bieten sich im Sommer die Ost- oder Nordsee an. Einen Besuch am Mittelmeer sollten Patienten auf Frühjahr oder Herbst verschieben. Denn im Sommer ist es hier oft sehr heiß und es herrscht eine zu hohe Luftfeuchtigkeit vor.

In großen Städten ist die hohe Feinstaubbelastung problematisch, die im Laufe des Tages zunimmt. Besichtigungstouren sollten auf den frühen Morgen oder späten Abend verlegt werden. Doch ob Wandern, Schwimmen oder Sight-Seeing: Die Aktivität im Urlaub muss immer auf die körperliche Leistungsfähigkeit des Patienten abgestimmt werden. Lungenerkrankte sollten deshalb immer auf ihre Tagesform Rücksicht nehmen und sich genug Raum für Ruhepausen lassen.

Fliegen mit Sauerstoff

Im fortgeschrittenen Stadium ihrer Lungenerkrankung sind einige Patienten auf die Gabe von Sauerstoff angewiesen. Zu diesen Lungenkrankheiten gehören zum Beispiel eine chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) oder die erblich bedingte Krankheit Alpha-1-Antitrypsin- Mangel (Alpha-1), die aufgrund der ähnlichen Symptome selbst von Ärzten häufig mit COPD verwechselt wird. Ein Gendefekt sorgt bei Alpha-1 dafür, dass das Immunsystem der Lunge das eigene Gewebe angreift und das Atemorgan schädigt (Weitere Infos zu Krankheitsbild und Therapie unter www.initiative-pro-alpha.de).

Bei einer Flugreise sollte eine mögliche Sauerstoffversorgung vorab mit der Airline abgeklärt werden. Viele erlauben die Mitnahme von mobilen Konzentratoren und bieten eine Sauerstoffversorgung an Bord an.

Um für einen Notfall gerüstet zu sein, sollten sich Patienten vorab erkundigen, wo sie in der Nähe des Hotels einen Arzt finden. Zudem sind die gewohnten Medikamente im Ausland häufig schwer zu bekommen. Daher empfiehlt es sich, eine ausreichende Dosis für den geplanten Aufenthalt mitzunehmen. Derart gerüstet steht auch für Menschen mit einer Lungenerkrankung wie COPD oder Alpha-1 einem erholsamen Urlaub nichts mehr im Weg!