Ab in den Garten: Der Frühling ist Pflanzzeit für Gehölze

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Ab in den Garten: Der Frühling ist Pflanzzeit für Gehölze

(akz-m) Wenn langsam die Tage heller und wärmer werden, ist Pflanzzeit. Bis Ende April zieht es erfahrene Hobbygärtner nach draußen. Ist die Erde nicht mehr gefroren, heißt es für Bäume und Sträucher: ab in die Erde. Ob Eberesche, Felsenbirne, schwarzer Holunder oder Weide – sie alle sehen mit ihren Blüten oder Früchten nicht nur schön aus, sondern sind auch wichtige Nahrungsquelle für Vögel und Insekten.

Die beste Pflanzzeit hängt vor allem von der Verpackung der Wurzeln ab. Wurzelnackte Gehölze sind Pflanzen, die ohne Erde angeboten werden – also quasi nackt. Die Pflanzen sind bequem zu tragen, müssen allerdings früh gepflanzt werden, um gut anzuwachsen. Viele Gehölze werden als Containerware im Topf oder Kübel angeboten. Mit ihrem Wurzelballen können sie zwischen September bis Mai gepflanzt werden. Herbstpflanzungen haben den Vorteil, dass sie im Frühling bereits Wurzeln gebildet haben und so gestärkt in die Wachstumsphase starten. Weiterhin gibt es die sogenannten Ballenpflanzen. Diese Bäumchen oder Heckenpflanzen werden im Freiland herangezogen. Anders als bei den wurzelnackten Pflanzen bleibt die Erde an den Wurzeln. Diese kommen mit einer Ummantelung aus Leinen oder mit einem Drahtgeflecht in den Handel. Hier hat der Hobbygärtner ein bisschen mehr Zeit zum Pflanzen. Allerdings müssen sie vor dem Austrieb im Boden sein. Bei Gehölzen mit Wurzelballen ist die Chance auf problemloses Anwachsen höher als bei den wurzelnackten Kollegen.

Auf Frostempfindlichkeit achten

Welche Pflanze am besten wann in den Boden kommt und was unter welchen Bedingungen besonders gut gedeiht – professionelle Beratung und praktische Tipps erhalten Interessierte in Baumschulen vor Ort (www.gruen-ist-leben.de). Auch wer alten Obstsorten zu neuem Leben verhelfen will, findet im spezialisierten Einzelhandel oft ein breites Sortiment. Ob „Adams Apfel“, „Augustbirne“ oder „Nancy Aprikose“ – die später im Jahr geernteten Früchte danken es mit einem unvergleichlichen Aroma. Empfindliche Gehölze wie etwa die Magnolie bitte übrigens erst dann setzen, wenn keine frostigen Nächte mehr zu erwarten sind. Beim Pflanzen vorab den Boden lockern. Kompost und Hornspäne im Pflanzloch versorgen das Gewächs mit wichtigen Nährstoffen beim Anwurzeln. Gute Planung und professionelle Beratung lohnen sich übrigens: Stehen zum Beispiel Lavendelheide, Hortensie, Gewürzstrauch und Winterkirsche im Garten, erfreuen sich Gartenbesitzer das ganze Jahr über an blühenden Pflanzen.