Reifen & Sicherheit

Foto: Continental / akz-m

Reifen & Sicherheit

(akz-m) In den vergangenen zehn Jahren haben Reifenhersteller viel in die Optimierung der schwarzen, runden Teile investiert. Für die Sicherheit der Autofahrer werden dabei teils enorme und wenig bekannte „Kopfstände“ geleistet.

„In unserer Entwicklungsabteilung werden über das Jahr hundert neue Gummimischungen zubereitet, getestet und auch wieder verworfen“, berichtet manchmal Klaus Engelhart, Pressesprecher Pkw-Reifen bei Continental. Der Fokus liegt dabei auf dem Thema Sicherheit.

Passende Bereifung

Auch wenn es wie eine alte Leier klingt: Ein entscheidender Faktor beim Thema Sicherheit sind die Autobesitzer. Insbesondere der Reifenwechsel von Sommer- auf Winterreifen ist nach wie vor wichtig. Warum, erklärt Engelhart kurz und knapp: „Es sind die unterschiedlichen Gummimischungen sowie die unterschiedlichen Profilgestaltungen, die für die Eigenschaften im Sommer und im Winter sorgen. Sommerreifen müssen auch bei hohen Temperaturen viel Grip fürs Anfahren, Bremsen und für Lenkmanöver bieten. Gleichzeitig sollen sie auch bei Regenfahrten Wasser verdrängen können. Winterreifen zeichnen sich durch eine weichere Gummimischung aus, die auch bei niedrigen Temperaturen flexibel bleibt, ihr fein strukturiertes Profil kann sich bestens mit Schnee oder Eis verzahnen und so Fahrstabilität und kurze Bremswege liefern.“ Eine Faustregel, die ebenso einfach wie gültig ist: Sommerreifen sind von O(stern) bis O(ktober) eine gute Wahl. Der Reifenmarkt zeichnet sich durch eine Vielzahl von Anbietern aus. Wirklich hilfreich beim Auswählen der passenden Bereifung sind Testergebnisse der Automobilclubs und Fachzeitungen. Im weltweit größten Reifentest beispielsweise wurden von der AutoBild 50 unterschiedliche Modelle der Größe 195/65 R 15 geprüft. Die Redaktion hat dabei den ContiPremiumContact 5 als „Vorbildlich“ ausgezeichnet. Testfahrzeug war ein Seat Leon. Während nach ersten Tests nur 20 Produkte in die Endausscheidung kamen, wurden bei vorangehenden ersten Bremstests auf nasser und trockener Piste bereits 31 Kandidaten aussortiert.

Tipps fürs Lagern

Reifen mit Felge: Liegend lagern, Luftdruck um etwa 0,5 Bar erhöhen.

Reifen ohne Felge: Stehende Lagerung. Regelmäßig ein wenig drehen.

Generell gilt: Vor der Einlagerung die Profiltiefe und auf Beschädigungen prüfen.

Reifenfachmann Engelhart warnt zudem: „Werden Beschädigungen an den Reifen festgestellt, ist das möglicherweise ein Hinweis auf gefährliche Schwachstellen. Der Reifen muss dann von einem Fachmann geprüft und möglicherweise ersetzt werden.“

Auch das Prüfen der Profiltiefe ist wichtig. Generell gilt: Sommerreifen sollten bei einer Profiltiefe von 3 Millimetern, Winterreifen bei unter 4 Millimetern Profiltiefe ersetzt werden.