Pollen-Attacke im Auto

Tipps von A.T.U, wie Sie der Pollenattacke im Auto Herr werden. Foto: A.T.U / akz-m

Pollen-Attacke im Auto

(akz-m) Derzeit steht die Gräserblüte in Deutschland in voller Pracht: ein Alptraum für viele Pollenallergiker. Tränende Augen, ständiges Schnäuzen und heftige Niesanfälle sind nicht nur eine Qual für die Betroffenen – am Steuer eines Fahrzeugs stellen Heuschnupfengeplagte eine ernstzunehmende Gefahr für sich und andere dar. Das muss nicht sein! Vom täglichen Parken bis zum jährlichen Pollenfilterwechsel können Allergiker viel dafür tun, ihr Leiden zumindest im eigenen Wagen deutlich zu lindern. A.T.U gibt Tipps für einen beschwerdefreien Autosommer.

Wer unter Heuschnupfen leidet, sollte den Kontakt zu den allergieauslösenden Pollen vermeiden. Im eigenen Auto ist das relativ einfach möglich. Allerdings nur, wenn der Pollenfilter im Fahrzeug richtig funktioniert. „Ohne die Filterfunktion des Pollenfilters, werden Gräser- und Blütenpollen, Feinstaub, Dieselruß sowie Schimmelsporen über das Gebläse direkt in den Innenraum geblasen“, erklärt Franz Eiber, KFZ-Experte bei A.T.U. Fahrzeuge mit Klimaanlage verfügen bereits ab Werk über einen Standard-Pollenfilter. Bei Bedarf kann dieser gegen einen wesentlich leistungsstärkeren Aktivkohlefilter ausgetauscht werden. Beide Filtertypen haben jedoch nur eine begrenzte Lebensdauer. Prof. Dr. Karl-Christian Bergmann, Allergologe und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst empfiehlt, „den Pollenfilter einmal pro Jahr zu wechseln. Wenn er sich mit Partikeln zusetzt, verliert der Filter nicht nur seine Schutzfunktion, sondern kann auch zur Brutstätte für Schimmelpilze und Bakterien werden.“

Was allergiegeplagte Autofahrer sonst noch tun können, um das Fahrzeuginnere möglichst pollenfrei zu halten: Fenster und Türen stets nur kurz öffnen, Jacken und Mäntel im Kofferraum verstauen und die Haare am besten täglich waschen. Bei der Parkplatzwahl ist die Tiefgarage oder betonierte Fläche dem idyllischen Stellplatz auf der blühenden Wiese vorzuziehen. Außerdem ist es ratsam, alle Flächen und Ablagen im Innenraum regelmäßig feucht abzuwischen und Polster, Teppiche sowie Fußmatten gründlich abzusaugen.

Zum Schutz vor Gräser- und Blütenstaub oder Lichtreizen sollte der Fahrer auch stets eine Sonnenbrille griffbereit halten. Wer trotz aller Vorsicht weiter unter heftigen Niesattacken am Steuer leidet, weicht während der Pollenflugzeit besser auf öffentliche Verkehrsmittel aus. Die Gefahr, das Lenkrad zu verreißen oder durch reflexartiges Schließen der Augen längere Strecken im Blindflug zurückzulegen, ist dann zu groß.