Wellpappe als Gartenhelfer

Das Skelett des Gras-Sessels besteht aus umweltfreundlicher Wellpappe und wird vollständig mit Erde bedeckt. Foto: Twinpixelvideo.it / akz-m

Wellpappe als Gartenhelfer

(akz-m) Wellpappe ist 100 Prozent Natur. Sie besteht ausschließlich aus nachwachsenden Rohstoffen und ist biologisch abbaubar. Da liegt es auf der Hand, das umweltverträgliche Verpackungsmaterial auch bei der Gartenarbeit einzusetzen. Gewusst wie, kann es Erstaunliches bei der Gartengestaltung und -pflege leisten, beispielsweise bei der Anlage eines Beetes. Wer möchte, kann das dafür vorgesehene Areal mit Holzbrettern, dicken Ästen oder Steinen einfassen, dann kommt die Wellpappe zum Einsatz. Zum Beispiel in Form gebrauchter Versandkartons, von denen vorher die Klebebänder entfernt werden. Die Fläche wird mit dem Öko-Material abgedeckt und mit einer fünf bis zehn Zentimeter dicken Erdschicht bestreut. Darauf wird anschließend ausgesät und ausreichend gewässert – dann ist das Beet fertig. Der Vorteil: Unter der Pappschicht bekommt das Unkraut kein Licht zum Wachsen. Gleichzeitig wird Würmern, Insekten und Mikroorganismen ein angenehmer Lebensraum mit reichlich Nahrung geboten. Als Dank pflügen die Tierchen den Erdboden gleichmäßig um und durchlüften ihn – beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ernte.

Schädlingsbekämpfung

„Das Wellpappenrohpapier wird größtenteils aus Bruch- und Durchforstungsholz hergestellt, der Leim für das Verkleben der Papierbahnen besteht aus Mais-, Weizen- oder Kartoffelstärke – das macht Wellpappe zu einem natürlichen, umweltverträglichen Gartenhelfer“, so Dr. Oliver Wolfrum, Geschäftsführer des Verbands der Wellpappen-Industrie. Beim Einsatz als Pflanzenschutzmittel kann sie gut die sonst oft angewandte Chemiekeule ersetzen. Vor allem Obstbäume werden häufig von Schädlingen wie dem Apfelwickler befallen. Um diese zu bekämpfen, können um den Baumstamm angebrachte Ringe aus Wellpappe helfen. Sie dienen als Fanggürtel für die Raupen der Wickler, die sich zur Überwinterung statt unter der Baumrinde in den Hohlräumen des Materials einnisten. Im zeitigen Frühjahr kann die Behausung mitsamt den Schädlingen einfach entfernt werden.

Biologische Gartenmöbel

Und wer auch bei Gartenmöbeln auf maximale Umweltverträglichkeit setzen möchte, der „pflanzt“ sich seinen Stuhl am besten direkt in den Garten. Neben etwas Geduld braucht man nur Erde, Grassamen und ein Gerüst aus Wellpappe, das dem Sessel seine Form und die nötige Stabilität gibt. Während die Wellpappe im Laufe der Zeit vollständig kompostiert, bleibt das Outdoor-Möbel dauerhaft erhalten.

Ob als Unkrautvernichter, Pflanzenschützer oder kreative Sitzgelegenheit, bei der Gartenarbeit machen Öko-Helfer aus Wellpappe eine prima Figur.