Was tun bei chronischer Verstopfung?

Foto: Dmytro Zinkevych / shutterstock.com / akz-m

Was tun bei chronischer Verstopfung?

(akz-m) Verstopfung (med.=Obstipation) ist unangenehm und lästig, aber meistens kein Grund zur Sorge. Etwa jeder sechste Deutsche leidet gelegentlich unter Völlegefühl oder Problemen beim Stuhlgang. Zum Beispiel können Stress oder eine Ernährungsumstellung die Verdauung schon einmal aus dem Gleichgewicht bringen. Halten die Beschwerden über längere Zeit (mindestens drei Monate) an, spricht man von einer chronischen Verstopfung, die behandelt werden sollte.

Wann ist die Verstopfung chronisch?

Wer vergleichsweise selten auf die Toilette muss, leidet nicht zwangsläufig an Verstopfung. Zwischen dreimal wöchentlich und dreimal täglich „müssen“ ist völlig normal. Sind es weniger als drei Stuhlgänge pro Woche, und ist dabei starkes Pressen notwendig, sind das Anzeichen für eine chronische Obstipation. Typisch sind außerdem harter oder klumpiger Stuhl und das Gefühl, dass der Darm nicht vollständig entleert ist. Die Ursachen sind vielfältig und lassen sich oft nicht eindeutig klären. Das können eine ungesunde oder ballaststoffarme Ernährung, Stress, zu wenig Bewegung oder eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme sein. Manchmal tritt eine chronische Verstopfung auch als Begleiter von Erkrankungen wie Diabetes oder Parkinson auf. Ebenso können Medikamente wie manche Blutdrucksenker oder Schmerzmittel (Opiate) zu Verstopfung führen.

Was kann ich tun?

Schon kleine Veränderungen in der Ernährung, wie die Umstellung auf eine ballaststoffreiche Kost, können Betroffenen helfen. Ballaststoffe sind unverdauliche Stoffe, die vor allem in Gemüse, Rohkost und Vollkornprodukten vorkommen. Auf ihrem Weg durch den Darm nehmen sie viel Wasser auf, vergrößern so das Stuhlvolumen und regen die Darmtätigkeit an. Betroffene sollten außerdem viel trinken. Mindestens 1,5 Liter Wasser oder ungesüßte Tees pro Tag sind ideal. Wenn die Umstellung allein nicht ausreicht, können Abführmittel (Laxanzien) zum Einsatz kommen. Wasserbindende Abführmittel (zum Beispiel Macrogolneuraxpharm, Apotheke) passieren den Darm praktisch unverändert und unterstützen die natürliche Darmtätigkeit. Mehr Informationen und praktische Tipps gegen chronische Verstopfung finden Sie unter www.neuraxpharm.de.

Noch ein Tipp für alle, die zum Beispiel einem Bürojob nachgehen: Langes Sitzen verlangsamt die Tätigkeit des Darms. Ausreichende Bewegung wirkt stimulierend und kann eine träge Verdauung wieder in Schwung bringen.