Parkinson: Aktivität hilft bei Bewegungsstörungen

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Parkinson: Aktivität hilft bei Bewegungsstörungen

(akz-m) Was im ersten Moment verwirrend klingt, ist in Studien nachgewiesen: Gerade Parkinson-Patienten, die aufgrund ihrer Erkrankung mit versteiften Muskeln, verlangsamten und verkürzten Bewegungen sowie erhöhter Sturzgefahr zu kämpfen haben, können den Verlauf der Krankheit durch intensives Training und viel Bewegung positiv beeinflussen. Wenn aber jede Bewegung krankheitsbedingt beschwerlicher, die Schritte immer kleiner werden, die Motorik nicht mehr will, dann ist es schwer, für Bewegung zu begeistern. Deshalb gilt es, eine individuell passende Bewegungsart zu finden – und hier gibt es (fast) für jeden Geschmack etwas.

Tanzen, Tai Chi oder Yoga?

Warum gerade Tanzen bei Parkinson-Patienten so positive Effekte zeigt, haben diverse Studien untersucht. Wichtig für Betroffene sind demnach vor allem die Hinweisreize, wie die Unterstützung der Bewegung durch Musik, der Kontakt mit einem Partner und das Beobachten der Bewegungen anderer. Wer sich die Tanzschritte im Kopf bereits vorstellen kann, in Bewegungsmustern denkt, der kann sich viel besser bewegen.

Tai Chi wiederum, das in China bis ins hohe Lebensalter praktiziert wird, hat einen positiven Einfluss auf das Gleichgewicht und kann so die Sturzgefahr verringern. Gleichzeitig bietet es den Vorteil, körperliches und mentales Training miteinander zu vereinen. Dies gilt auch beim Praktizieren von Yoga. Wer es schon selbst versucht hat, kann bestätigen: Nach einer Yoga-Einheit steigt die Ausgeglichenheit, Muskeln sind aufgewärmt und gedehnt und man entwickelt ein besseres Körpergefühl. Die Verbindung von bewusster Atmung und Bewegung stärkt dieses Körpergefühl. Und nicht zuletzt kann Yoga auch auf einem Stuhl oder mit Hilfsmitteln durchgeführt werden.

Joggen, Radfahren, Aktiv sein.

Wichtig bei allen ausgeführten Sportarten ist es, Spaß zu haben, aber auch das Sturz- und Verletzungsrisiko zu minimieren. Das geht zum Beispiel so: Nordic Walken mit Stöcken statt Joggen. Radfahren mit Dreirad statt mit zwei Rädern. Kürzere Strecken und Wanderstöcke beim Wandern. Die Patienten der auf Parkinson spezialisierten Schön Kliniken in München Schwabing, Neustadt an der Ostsee und Bad Aibling beweisen hier sehr viel Fantasie und Willenskraft. Von Tango über Pilgern nach Santiago bis zur Ausbildung zum Parkinson Tai Chi-Lehrer gab es hier schon alles. Tatkräftig unterstützt werden die Parkinson-Patienten von erfahrenen Therapeuten und Ärzten. Gemeinsam entwickeln diese die jeweils passenden Bewegungsstrategien, die in Kombination mit der individuell eingestellten Medikation die Lebensqualität und Lebensfreude erhält oder steigert und die Krankheit weitest möglich „in ihre Schranken verweist“. Weitere Informationen und Tipps für das Leben mit Parkinson (u.a. Ernährung, Gedächtnistraining, Therapien uvm.) finden Sie unter: www.schoen-kliniken.de/parkinson .