Matratzen-Umtausch: Alles andere als nachhaltig

Foto: Rummel Matratzen / akz-m

Matratzen-Umtausch: Alles andere als nachhaltig

(akz-m) Es klingt so einfach: Man bestellt eine Matratze im Internet und schickt sie bei Nicht-Gefallen nach 100 oder mehr Tagen einfach wieder zurück. Da es sich laut Werbung meist um Modelle handeln soll, die für fast alle Schläfer geeignet sind, scheint dies ja kaum vorzukommen. Die Realität sieht aber anders aus.

Täglich bedient der deutsche Bettenfachhandel Kunden, die auf ihrer online gekauften Einheitsmatratze nicht schlafen können. Nach einer Umfrage des Verbands der Bettenfachgeschäfte (VDB) berichten über 80 Prozent der teilnehmenden Bettenhäuser, dass sie wiederholt oder sogar oftmals enttäuschte Online-Kunden in ihrem Geschäft beraten. Und das trotz sicher hoher Dunkelziffer, da sicher nicht jeder Kunde gerne über seinen Fehlkauf redet.

Auch die Nachhaltigkeit bleibt beim erfolglosen Online-Kauf schnell auf der Strecke. Unter ökologischen Aspekten ist das tausendfache Rücksenden von Matratzen quer durch Deutschland sicher mehr als bedenklich. Experten schätzen, dass es bei den Online-Matratzen zu Rückgabequoten von bis zu 20 Prozent kommt.

Dabei kann man diese Probleme leicht umgehen. Denn bei einer Beratung in einem Fachgeschäft findet man nicht eine Matratze für (angeblich) jeden, sondern das passende Modell für sich. Fachgeschäfte für individuelle Schlaflösungen finden Sie unter www.jeder-schläft-anders.de.

Unterschiedliche Anforderungen

Eine junge leichte Frau braucht eine ganz andere Matratze als z. B. ein älterer schwerer Mann. Zwar können vor allem jüngere Menschen mit normalem Körperbau auf qualitativ guten Matratzen ordentlich schlafen. Aber es sind längst nicht alle und es ist auch nie die optimale Schlaflösung.

Problematisch sind Einheitsbetten speziell bei breiten Schultern, breitem Becken oder hohem Gewicht. Und je älter man wird, desto sensibler wird man bezüglich seines Bettes. Verschleißerscheinungen, steigende Temperatur- und Druckempfindlichkeit sowie Rückenbeschwerden führen dazu, dass sich die Ansprüche an Matratze und Unterfederung zum Teil massiv ändern. Besonders deutlich wird dies nach Bandscheiben-Operationen sowie bei Gleitwirbeln und Arthrose.

Dass manche Einheitsmatratzen trotzdem gute Noten bei der Stiftung Warentest erhalten, liegt am fragwürdigen Testaufbau. Denn bei der Suche nach einem Produkt, das möglichst allen passt, muss die individuell optimale Lösung zwangsläufig verlieren.