Rückenwind zum Nachrüsten

An einem Mountainbike ist das Pendix-Nachrüstsystem ein kraftsparender Begleiter. Foto: Pendix / mid / akz-m

Rückenwind zum Nachrüsten

(mid/akz-m) Die Frage drängt sich vielen Zweiradfahrern auf: Warum ein teures neues Pedelec kaufen, wenn doch in der Garage neben dem Erstfahrrad noch dessen bestens erhaltener Vorgänger steht? Die Antwort ist ebenso naheliegend wie logisch: Nachrüsten heißt die Devise. Etwa mit einem E-Antriebssatz.

Ein deutscher Hersteller verspricht, dass seine Kombination aus Motor, Steuerung und Akku so ziemlich an jedem Fahrradtyp bis hin zum Lastentreter verbaut werden kann. Über gute Bremsen und einen stabilen Rahmen sollte es selbstverständlich verfügen. Den Einbau innerhalb von eineinhalb bis zwei Stunden übernehmen spezialisierte Fahrradhändler. Wer zweiradtechnisch fit ist, kann den Antrieb aber auch selbst installieren.

Das Power-Paket für den eingebauten Rückenwind besteht aus einem 250 Watt starken E-Motor, der ans Tretlager geschraubt wird und mit einem Drehmoment von bis zu 50 Nm anschiebt. Der Strom kommt aus einem wie eine schicke Thermosflasche geformten Akku, der in einer Halterung am Rahmen sitzt und zum Aufladen mit einer kurzen Drehung ausgebaut wird. Wie bei „normalen“ Pedelecs registrieren Sensoren, wie kräftig in die Pedale getreten wird. Je nach per Drehrad am Akku gewählter Unterstützungsstufe (Eco, Smart und Sport) liefert der Motor bis zu 200 Prozent der menschlichen Leistung obendrauf. Und wie vorgeschrieben endet die Unterstützung bei 25 km/h.

Die meisten Pedelecs sind relativ schwer, um die 20 Kilo Lebendgewicht und mehr sind ganz normal. Hier kann das Nachrüst-Bike punkten, wenn ein leichtes Fahrrad elektrisch ertüchtigt wird. Der Nachrüstsatz jedenfalls wiegt je nach Akkugröße nur 6,5 oder 6,9 Kilo. Die Kapazität der Kraftspender liegt bei 300 oder 500 Wattstunden, das ermöglicht im Idealfall Reichweiten von bis zu 160 Kilometer. Den Akkustand zeigt ein LED-Ring oben am Akku an – er wechselt von grün über orange und wird rot, wenn der Saft zu Ende ist. Einmal auf den Akku-Knopf gedrückt, die gewünschte Unterstützungsstufe eingestellt – und ab geht es …