Wenn die Katze niest und schnieft: Katzenschnupfen – immer ein Fall für den Tierarzt!

Foto: Heel Vet / akz-m

Wenn die Katze niest und schnieft: Katzenschnupfen – immer ein Fall für den Tierarzt!

(akz-m) Der Begriff „Katzenschnupfen“ klingt zunächst einmal relativ harmlos – dabei steckt hinter der Bezeichnung eine ernst zu nehmende Erkrankung, deren Therapie durchaus anspruchsvoll sein kann. Beim Verdacht auf Katzenschnupfen sind deshalb eine frühzeitige Diagnose und eine entsprechende Behandlung entscheidend. Darüber hinaus können Katzenbesitzer einiges tun, um das Immunsystem ihrer Katze zu unterstützen und somit im besten Fall einem Katzenschnupfen vorzubeugen.

Als Katzenschnupfen werden infektiöse Erkrankungen der Atemwege und Schleimhäute im Kopfbereich von Katzen bezeichnet. Ausgelöst werden diese oft durch Herpesviren, die meist direkt über den Kontakt zu einer erkrankten Katze übertragen werden. In der Folge kann es außerdem zur Infektion mit anderen Erregern kommen. Typische Symptome des Katzenschnupfens sind Fieber, Ausfluss aus Nase und Augen, häufig auch eine Bindehautentzündung oder Atembeschwerden, Husten und klassische Krankheitszeichen wie etwa Lethargie oder Gewichtsverlust.

Schon beim Verdacht auf einen Katzenschnupfen sollte der Vierbeiner untersucht werden, da die Erkrankung – wird sie nicht schnell genug erkannt und therapiert – chronisch werden und Folgeschäden nach sich ziehen kann. Der Tierarzt erkennt einen Katzenschnupfen meist schon aufgrund der typischen Symptome. Mittels Schleimhaut-Abstrich und Bluttest kann er die vorliegenden Erreger bestimmen. Die Therapie richtet sich vor allem nach den auftretenden Symptomen. Die Gabe eines Antibiotikums soll Sekundärinfektionen mit Bakterien bekämpfen. Bis die Erkrankung ausgeheilt ist, dürfen freilaufende Katzen keinesfalls die Wohnung verlassen.

Besonders gefährdet für Katzenschnupfen sind nicht geimpfte Tiere, Jungkatzen, Freigänger und Katzen mit geschwächtem Immunsystem. Die wichtigste Vorbeugungsmaßnahme gegen Katzenschnupfen ist die Schutzimpfung, die bereits acht Wochen nach Geburt erfolgen sollte. Auch die folgenden Wiederholungsimpfungen müssen für einen ausreichenden Schutz erfolgen. Entscheidend ist aber auch ein stabiles Immunsystem, um Erreger erfolgreich abwehren zu können. Faktoren, die das Abwehrsystem schwächen – etwa Stress oder ungünstige Haltungsbedingungen – ,gilt es deshalb zu vermeiden. Katzenhalter können die Immunabwehr ihres Vierbeiners aber sowohl im Krankheitsfall als auch prophylaktisch aktiv stärken – gut geeignet sind hierfür biologische Arzneimittel.

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